Sozialkunde-Unterricht mal anders…

Auch in diesem Schuljahr haben die Sozialkundekurse der 10. Klassen am Schülerwettbewerb der politischen Bildung mit Erfolg teilgenommen. So erwarb der Kurs Soz. 2 eine Geldprämie von 150,00 Euro.
Während eines gemeinsamen Kursprojektes der 10. Klassen, entschieden sich die Schülerinnen und Schüler für die Fragestellung:
„Europa und Islam - Wie passt das zusammen?“
Mit einer Befragung der Bürgerinnen und Bürger in Gräfenhainichen, ermittelte der Kurs Vorurteile der deutschen Bürger gegenüber Muslime. Innerhalb von Gesprächen mit Flüchtlingen, Migranten und Bürgern der Stadt Gräfenhainichen, entsprechend der Problemstudie, recherchierte der Kurs die notwendigen Inhalte und diskutierte mit Politikern als Experten verschiedener Parteien. Alle Schüler arbeiteten äußerst selbständig und voller Begeisterung innerhalb der Projektgruppen mit. Sozialkundeunterricht ganz anders als sonst. Die Stadt wurde zum Klassenraum, der Klassenraum zum Expertenforum, welches durch das engagierte Mitwirken aller Beteiligten, vor allem der Schüler selbst, zum Erfolg führte. Herzlichen Glückwunsch allen Beteiligten dieses Kurses.

  k_dsc_0321.jpg k_img_1466.jpg

POL&IS 2017

Am Dienstag gegen Mittag kamen wir Schüler des PGG und des Sportgymnasiums Halle in Schierke im Harz an. Nach dem Ankommen, Begrüßen und Koffer auf die Zimmer bringen ging es dann auch schon los für uns in der POL&IS-Welt. Vertreter der United Nations, Weltbank, Weltpresse und Nichtregierungsorganisationen durften sich für das Amt aufstellen und wählen lassen. Nicht beeinflussen konnten die übrigen Seminarteilnehmer ihr Schicksal: sie wurden in eine bestimmte Region hineingeboren und dürfen nun als Regierungschef, Staatsminister und Wirtschaftsminister arbeiten.

Der heutige Tag war anstrengend, da man die Regeln des Spiels und seine Abläufe verinnerlichen musste, dennoch macht es Spaß und jeder füllt seine Funktion mit viel Eifer und Ehrgeiz aus. So sitzen selbst nach dem ausgerufenen Feierabend um 20:30 Uhr noch immer zahlreiche Schüler im Raum und schreiben Programme, planen Verträge oder errechnen ihre Wirtschaftsleistung.

Neu in diesem Jahr ist die Möglichkeit, der Polis-Community auf Twitter zu folgen. Unter dem Presseaccount „@bouleroes“ oder mit dem #bouleroes veröffentlicht die Weltpresse das Polis-Geschehen. Wir freuen uns auf zahlreiche Follower.
                                                                                                   Alisa Grunert und Lukas Möbius (Weltpresse)

  k_img_20170404_195908.jpg k_img_20170404_200026.jpg

                                            k_img_20170404_201650.jpg

Polis-Tag 2
Ausgeschlafen starteten heute Morgen alle Teilnehmer, um das erste Polis-Jahr zu beenden. Jede Region stellte ihre geleisteten Aktivitäten vor und setzte sich Ziele fürs neue Jahr. Leider hatten einige Regionen bereits jetzt Defizite in der Versorgung ihrer Bevölkerung zu verzeichnen. Hinzu kamen im Laufe des Jahres Müllberge, die sich vor allem in den Regionen Nordamerika und Arabien anhäuften.

Die Polis-Gemeinschaft konnte am heutigen Tag aber auch sehr erfreuliche Erfolge vermelden. So konnten durch eine gemeinschaftlich angelegte UN-Aktion der IS in Arabien erheblich geschwächt und in einer Arabien-Konferenz eine Bildungsmaßnahme angestoßen werden.

Unzulänglichkeiten deckte währenddessen die Weltpresse bei der Arbeit der Weltbank auf: Seit Beginn der Polis-Simulation fehlt der Bank Geld, welches auf mysteriöse Weise verschwunden ist. Die Schuld liegt laut Presse bei der Bank selbst, die als „Selbstbedienungsladen“ eingestuft wurde, da jeder Wirtschaftsminister sich am großen Gelddepot bedienen kann, statt das Vermögen aus den Händen der Weltbank-Vertreter ausgehändigt zu bekommen.
In den späten Abendstunden endet nun auch das zweite Polis-Jahr. Die Regionen setzen sich neue Pläne für ein erfolgreiches und spannendes drittes Jahr am morgigen Tag.

 k_img_20170405_135556.jpg k_img_20170405_141938.jpg

Polis-Tag 3
Am heutigen dritten Tag startete die Polis-Gemeinschaft ins dritte Jahr. Neben der aufregenden Tagespolitik, dem Börsengeschehen und den Stationierungsphasen geschahen heute auch recht skurrile Dinge: die Presse wurde Opfer eines Hackerangriffs, der Spielleitung (Jugendoffiziere) rutschte aus Versehen ein atomarer Spielstein in Richtung Russland und Arabien erhielt eine anonyme Kriegsdrohung. Doch auch diese Zwischenfälle konnten den Polis-Spielern das Spiel nicht verderben. Souverän meisterten sie auch das dritte und somit letzte Polis-Jahr.
Hervorzuheben ist, dass wir diesmal mit einem äußerst solidarischen Team agiert haben. Gemeinsam wurde der Hunger auf der Welt beseitigt, zahlreiche Spenden und Entwicklungshilfen wurden bereit gestellt. Die Jugendoffiziere erwähnten lobend, dass stets überlegt wurde, wie Konflikte weitestgehend gewaltfrei gelöst werden können. Hierfür schrieben die Schüler zahlreiche Programme und Verträge.

Am Abend zog es schließlich einige Schüler nach draußen, um den Harz zu erkunden. Somit wanderte eine kleine Gruppe zu verschiedenen Klippen, die erklommen wurden.

Morgen beenden wir nun wieder ein anstrengendes, lehrreiches und spaßiges Polis. Unser Dank geht an die Jugendoffiziere Mathias Mahr, Oliver Rösler (beide Weißenfels) und Paul Becker (Magdeburg), die uns dieses Seminar ermöglicht haben.

 img_20170406_wa0028.jpg img_20170406_wa0048.jpg

     k_img_20170406_192805.jpg k_img_20170406_173434.jpg

 

Siegerfahrt nach Paris

Nun war es endlich soweit: die im Februar gewonnene Auszeichnungsfahrt nach Paris fand im Zeitraum 13.-17. Juni 2016 statt. Es handelte sich hier um den 1. Preis beim Schülerwettbewerb für politische Bildung, den ein Sozialkundekurs der Jahrgangsstufe 10 gewann. Ausgerichtet wurde die Reise durch die Bundeszentrale für politische Bildung.
Voller Erwartung starteten wir in den frühen Montagmorgenstunden zu einer 14stündigen Fahrt. In Paris angekommen, bezogen wir die Zimmer, aßen Abendbrot und wollten gleich noch ein Highlight erleben. Da unser Hotel nur 10 Minuten von Sacré-Coeur entfernt lag, nahmen wir den anstrengenden Treppenaufstieg auf uns und wurden von einer wunderschön strahlenden Kirche in der tiefen Nacht belohnt, auf deren Treppen wir uns zu anderen Jugendlichen gesellten und zusammen mit einem Straßenmusikanten Lieder sangen. Kurze Zeit später konnten wir auch schon einen Blick über das nächtliche Paris mit beleuchtetem Eiffelturm erhaschen. Voller Begeisterung und Erwartungen für die Folgetage gingen wir erst spät schlafen.
Am Dienstag wurden uns auf einer dreistündigen Busfahrt zahlreiche Sehenswürdigkeiten von Paris gezeigt, bevor wir den Eiffelturm hinauf fahren sollten. Diese Fahrt fiel jedoch dem Streik zum Opfer und wir konnten dieses gigantische Eisengebilde nur von unten ansehen. Aber auch dies lud zu wunderschönen Fotos als Erinnerung ein. Mit der nun plötzlich vorhandenen Freizeit wussten die meisten Schüler gut umzugehen und erkundeten in Kleingruppen die Pariser Innenstadt. So wurde Metro gefahren, auf dem Champs-Élysées geschlendert, der Triumphbogen besucht oder einfach einer der Pariser Gärten besucht. Einige Schüler genossen auch das EM-Flair und plauderten am Eiffelturm mit verschiedenen Fangruppen. Am Abend genossen wir den Blick auf Paris bei einer Schiffsrundfahrt aus den Augen der Seine.
Mittwoch stand der Besuch des Schlosses Versailles mit seinen großen Gärten auf dem Plan. Wir ließen uns vom Spiegelsaal beeindrucken, erfuhren viel über Ludwig XIV. und flanierten durch die großzügig angelegte Gartenanlage. Für den Nachmittag hatten wir uns einen Besuch im Musée de la Magie gewünscht und genossen hier kleine Details der Zauberkunst. Neben Zauberutensilien zum Ansehen und Ausprobieren gab es auch eine kleine Zauberdarbietung, bei der einige Schüler mitwirken durften und umso erstaunter wieder ihre Plätze einnahmen, nachdem aus ihren eigenen Händen Karten verschwanden, ohne dass sie es merkten. Am Abend zog es uns wieder zu Sacré-Coeur, dieses Mal aber, um in einem Restaurant das EM-Spiel Frankreich-Albanien anzusehen.
Den Donnerstag verbrachten wir im Montparnasse-Viertel. Zunächst erkundeten wir die Unterwelt von Paris auf einer 2 km langen Strecke und kamen sogar in den Genuss, einige für Normalbesucher gesperrte Katakombengänge zu durchlaufen. Umgeben von Skeletten von rund 6 Millionen Menschen 30 Meter unter den Straßen von Paris beschleicht einen manchmal ein mulmiges Gefühl. Ganz im Zeichen des Todes durchliefen wir nach einer kleinen Freizeit den Montparnasse-Friedhof, dessen Aussehen wenig mit einem deutschen Friedhof gemein hat. Statt sorgfältig gepflegte Beete mit Blumen findet man hier Gruften und riesige Gräber bedeckt mit Marmorsteinen und –skulpturen. Mit Verlassen des Friedhofes steuerten wir unser letztes Ausflugsziel, den Tour Montparnasse an. Aufgrund der ausgefallenen Eiffelturmauffahrt am Dienstag organisierte uns die örtliche Reiseleitung als Entschädigung die Auffahrt auf diesen beeindruckenden Turm mit riesiger Aussichtsplattform. Hier konnten wir alle Sehenswürdigkeiten von Paris noch einmal von oben bestaunen und tolle Fotos machen. So erhielten wir auch einen Blick auf die Fanmeile am Eiffelturm, die wir am Abend aus Sicherheitsgründen lieber mieden und uns das Spiel Deutschland-Polen wieder in einem Restaurant ansahen.
Am Freitag machten wir es uns alle wieder glücklich und voller toller Eindrücke im Bus gemütlich und nutzen die lange Rückfahrt, um fehlenden Schlaf nachzuholen. Paris bei Nacht hat uns alle am meisten beeindruckt, sodass die Nächte im Bett meist nur kurz ausfielen. Aber so sollte es sein: 5 Tage Paris müssen vollständig genutzt werden und das haben wir getan.
                                                                                                                                  Kerstin Sperling

                                                                                                                     (Fachschaftsleiterin Sozialkunde)
                   

 

Selbst Minister sein - Simulation POL&IS

POL&IS ist ein komplexes Arbeitsseminar, das Jugendoffiziere der Bundeswehr für Schulklassen ab Klassenstufe 10 anbieten. Hinter POL&IS steht ein Modell, das die Vereinten Nationen und Internationale Beziehungen abbildet. Die Teilnehmer treffen bei der Simulation Entscheidungen, die den Verlauf ihrer Weltpolitik bestimmen.
Ziel des Seminars ist es, dass die Teilnehmer verstehen unter welchen Bedingungen politische Entscheidungen entstehen und wie wichtig es ist, das Weltgeschehen zu verfolgen, um entstehende Konflikte zu erkennen und sie frühzeitig lösen zu können.
Die Teilnehmer sollen sich in einer simulierten Welt ausprobieren und Erfahrungen sammeln beim Argumentieren, im Umgang mit Konflikten und bei der Suche nach Kompromissen. Das geschieht, indem sie über Verträge und Bündnisse verhandeln sowie bei Friedens- oder Umweltkonferenzen ihre Position vertreten. Die Teilnehmer lernen dabei, sich in Debatten zu behaupten, ihre Arbeitsergebnisse zu präsentieren und mit Rivalen zu verhandeln.
Als Minister eines Staates stehen die Teilnehmer für die Sicherheit und den Wohlstand ihrer Bevölkerung ein und gehen innenpolitische und außenpolitische Probleme an: Krisen und Konflikte, Internationaler Terrorismus, Weltweite Organisierte Kriminalität, Piraterie, Schuldenkrise, Auswirkungen des Klimawandels …

[http://jugendoffizier.eu/unser-angebot/simulation-polis]
Die Teilnahme an den POL&IS Seminaren gehört schon fast zu den Traditionen am Paul-Gerhardt-Gymnasium. Auch in diesem Jahr nimmt vom 19.04. bis 21.04.2016 eine Gruppe von Schülerinnen und Schülern am Seminar teil, über dessen Verlauf wir berichten möchten.

 

POLIS: Dienstag; Anreise und Vorbereitung

Die ersten Eindrücke aus Colditz (Sachsen), sowie die Anreise gestalteten sich durchweg positiv. Nach einer kurzen Busfahrt folgten ein herzlicher Empfang von Jugendoffizier Mathias und ein warmes Mittagessen in der Jugendherberge im Schloss Colditz.
Die POLIS-Simulation startete um 13 Uhr. Zu Beginn wurden die wichtigsten Rollen an uns verteilt: der Posten des UN-Generalsekretärs (und Stellvertreter), die Vertreter der Weltbank, die NGOs und Oppositionen.
Die verbliebenen Schüler wurden per Los den verschiedenen Regionen der Welt zugeteilt: jeweils zwei Schüler pro Region, um diese nach ihrem Ermessen zu regieren und angemessen zu vertreten.
Nachdem jede Gruppe ein individuelles Plakat zu ihrer Region in der POLIS-Welt entworfen hatte, stellten alle Beteiligten diese vor und gingen dabei auf wichtige Konzepte für ihre zukünftige Entwicklung ein.
Dann begann die eigentliche Einführung, die Wirtschafts- und Umweltminister sowie die Staatschefs zogen sich zur ersten Beratung zurück, in der sie mit den politischen, aber auch wirtschaftlichen Handlungsabläufen vertraut gemacht worden.
Anschließend begann die erste Beratungsphase, die um 18 Uhr endete, so dass wir unseren Tag bei entspanntem Abendessen und Fußballschauen ausklingen lassen konnten.

                                                                                          Johannes Mühlbauer (Vertreter der Weltpresse)

 k_20160419_193419.jpg k_20160419_151359.jpg

 k_20160419_151546.jpg k_img_20160419_wa0010.jpg

 

Mittwoch: Wenn Schüler die Welt regieren …

... dann schmeißt die Weltbank das Geld zum Fenster raus und Russland wird zu einem ehrlichen Staat.


Doch nun erstmal der Reihe nach:
Der Tag startete mit einem leckeren Frühstück, sodass alle Polis-Teilnehmer gestärkt in die ersten Verhandlungen mit anderen Staaten treten konnten. Hier wurden Verträge ausgehandelt, politische Programme geschrieben und Formulare ausgefüllt. Anschließend trafen sich alle Sicherheitsminister an der Weltkarte, um ihre Truppen zu stationieren und alle Wirtschaftsminister in der Weltbank, um mit Gütern zu handeln und Kredite zu bekommen. Dabei kam die „wahre Seele Russlands durch die Wirtschaftsministerin Pauline Henkel und den Staatschef Toni Bähtz zum Vorschein“ (P. Henkel)!
Sie händigten ehrlich zu Unrecht von der Weltbank verteiltes Geld wieder aus. Das kommt davon, wenn man Weltbank-Vertreter wählt, die nur 12 Punkte in Mathe haben.
Nach dem Mittag stellten die einzelnen Akteure ihre Entwicklungen aus dem ersten Polis-Jahr vor. Hierbei konnten vor allem die Greenpeace- Vertreter mit ihrer kreativen Umwelt-Oscar-Verleihung beeindrucken. So erhielten Südostasien, Japan und Südamerika Auszeichnungen in den Kategorien ‚Neufilter‘, ‚Umweltinvestitionen‘ und ‚Umweltbewusstsein‘. An weniger umweltfreundliche Regionen wurde die ‚goldene Müllbeere‘ verliehen.
Der Staatschef von Arabien musste mit den Konsequenzen ständiger Terroranschläge leben und das Entstehen von 7 Guerilla-Einheiten mit ansehen.
Der Tag endete mit einem beschämten Nordamerika, das Dank einer Greenpeace-Aktion im Müll versank.
Lobend muss auch in diesem Jahr wieder erwähnt werden, dass die Schüler selbst am späten Nachmittag noch fleißig an Verträgen arbeiteten und selbst beim DFB-Halbfinalspiel noch rege politische Diskussionen führten.

                                                                                                                         K. Sperling und A. Pacula

 k_20160420_154121.jpg k_20160420_133151.jpg

 k_20160420_160448.jpg k_20160420_135812.jpg k_20160420_173747.jpg

 

Donnerstag: Ein Hoch auf die NGO's …

Der dritte Tag gestaltete sich vom strukturellen Aufbau so wie der vorher gehende Tag, jedoch wurden alle Nationen vor neue Probleme gestellt, die es geschickt zu lösen galt. Darunter zählten beispielsweise: Tsunamis in Südostasien, ein Hurrikan in Nordamerika, Piraterie in Afrika, aber auch Flüchtlinge, die aus ihrer Heimat in ein besseres Leben fliehen wollen.
Somit wurden von den Sicherheitsministern Terroristen, Drogenbosse und Piraterie mit Diplomaten, Entwicklungshelfern, Aufklärungsflugzeugen und Polizei an der Weltkarte bekämpft. Hierbei mussten auch die Fragen geklärt werden: „Was passiert mit den festgenommenen Terroristen? Legitime Gerichtsverhandlung oder doch Verhöre, um den Terror zu bekämpfen?“ Die Regierungschefs unter der Leitung der UN-Generalsekretärinnen Jasmin und Mari beschlossen gemeinsam einen Sicherheitsvertrag, welcher beinhaltete, dass Verhöre unter Beachtung der Menschenrechte auf einer Insel stattfinden sollen. Die Informationen dienten einer erfolgreichen Bekämpfung des Terrorismus weltweit.
Es war interessant, solch aktuelle Themen in gemeinsamer Arbeit selber zu lösen, anstatt sie nur in den Nachrichten zu sehen. So mussten einige feststellen, dass ein politisches oder auch wirtschaftliches Problem nicht so ohne Weiteres aus der Welt zu schaffen ist, wie z.B. im Fall Indiens, wo Unterversorgung, Kriminalität und Kinderarbeit das Land schnell in den Ruin trieben. So waren die Regionen Indien und auch Japan im Visier der NGO's. Indiens Arbeitsplatz wurde auf den Tisch der Weltbank postiert, um die Missstände anzuprangern und Japan kurzer Hand aus dem Raum verbannt, um die Staatengemeinschaft vor der atomaren Strahlung zu schützen.
Die NGO's beendeten den Donnerstag mit einer Protestaktion gegen die immer gravierendere Verschmutzung der Weltmeere (besonders des Great Barrier Reefs) und beschlossen, den Seminarraum und die Vertreter der Nationen mit Toilettenpapier zu attackieren, damit man die Beschwerden der Umweltorganisationen auch mal ernst nahm.
Abschließend kann man sagen, dass es mal wieder ein gelungener Tag war.

                                                                                             Johannes Mühlbauer (Vertreter der Weltpresse)

 k_20160421_092209.jpg k_20160421_101007.jpg

                             k_20160421_111148.jpg


Freitag: Polis klingt märchenhaft aus

Offenbar waren einige Schüler der Meinung, wenn man zur Polis-Simulation auf ein Schloss fährt, muss man die Simulation auch standesgemäß ausklingen lassen. Anders lässt sich das Märchen von „Aschenputtel“ in der letzten Nacht nicht erklären. Beim nächtlichen Kontrollgang durchs Schloss fanden die mitgereisten Lehrerinnen einen Schuh im Türspalt der Schlosstür. Pflichtgemäß wurde die Tür verschlossen, denn die Sicherheit der Schüler hat hier höchste Priorität. Gespannt wurde auf Aschenputtel gewartet, die doch sicher ihren Schuh vermisste. Da scheinbar kein Verlass auf Rapunzel war, die Aschenputtel hätte helfen können, von den Lehrerinnen ungesehen wieder ins Zimmer im 2. Obergeschoss des Schlosses zu gelangen, rief sie sich offenbar das kleine Gespenst zu Hilfe. Dies versteckte sich aber ungeschickter Weise hinter einer Glastür (!?) und musste dann das Aschenputtel, sich selbst und zwei weitere nicht weiter zu definierende Märchengestalten outen.
Am letzten Morgen sollte natürlich die versammelte Polis-Gemeinschaft von den märchenhaften Begebenheiten erfahren, sodass die UN-Generalsekretärinnen öffentlich zur Schuhanprobe riefen, um Schuh und Aschenputtel wieder zusammen zu führen. Aufgrund einer Schuhgröße über 40, stand von vornherein fest, dass nur ein männliches Aschenputtel infrage kam.
Nach diesem erfrischenden Tageseinstieg hatten die Polis-Nationen noch einmal die Gelegenheit, das dritte Polis-Jahr im Rahmen der „Internationalen Informationen“ Revue passieren zu lassen. Somit standen wieder politische Erfolge und Probleme auf der Tagesordnung.


Abschließend möchten sich alle Beteiligten bei den Jugendoffizieren Mathias, Marcus und Tino für ein weiteres interessantes Polis-Spiel bedanken. Den Mitarbeitern der Jugendherberge Colditz danken wir für eine idyllische Unterkunft und leckere Mahlzeiten.
Auch dieses Polis wird hoffentlich wieder allen in nachhaltiger Erinnerung bleiben. Wir treten nun erschöpft, aber voller neuer Eindrücke die Rückreise aus Colditz an.

                                                                                                           A. Pacula, K. Sperling

20160421_204331.jpg

                k_20160422_123938.jpg 

Für einen Tag EU-Politiker sein

Die Jahrgangsstufe 10 hatte in einem Planspiel die Möglichkeit, eine EU-Richtlinie zur Energieeffizienz zu erstellen und zu verabschieden. Um dieses komplexe Thema in nur 6 Stunden zu bewältigen, waren im Namen der Konrad-Adenauer-Stiftung die Referenten Peter Bauch und Steffen Hetzschold nach Gräfenhainichen gereist. Zunächst wurde mit einer theoretischen Einführung in die Grundlagen der Schwerpunkte „Klimawandel“ und „Gesetzgebung der EU“ begonnen. Im Anschluss daran, schlüpften die Schülerinnen und Schüler in die Rolle von EU-Kommissaren, EU-Abgeordneten oder Ministern einzelner EU-Staaten, um einen Richtlinienentwurf der EU-Kommission zur Energieeffizienz auf die jeweiligen Länderbegebenheiten oder Parteibelange zu überprüfen, zu diskutieren und schlussendlich zu verabschieden. So mussten Parteiprogramme zur Klimapolitik, aber auch die Situationen der einzelnen EU-Staaten studiert werden, die dann schließlich in den simulierten Gremien des Rates der EU und des Europäischen Parlamentes vorgestellt wurden. Bei der Diskussion des Richtlinienentwurfes wurden dabei mitunter klare Worte genutzt, die zeigten, wie ernst die Schüler ihre Rollen nahmen. So gab es klare Forderungen, wie „Wir brauchen einfach Geld!“ oder strenge Ermahnungen unter den Staaten, wie „Es geht hier um ganz Europa und nicht nur um euch!“


Diskutiert wurden Details, wie die Verbindlichkeit des EU-Ziels einer Energieeinsparung von 20%, Bonussysteme für sparsame Fahrzeuge oder ob die Sanktionierung bei Nichteinhaltung der Richtlinie in den Händen der Kommission oder der Mitgliedsstaaten liegen sollte. Schließlich konnte eine Richtlinie zur Energieeffizienz in der „Brüsseler Außenstelle Gräfenhainichen“ (Zitat Steffen Hetzschold) verabschiedet werden.


Die Schüler meldeten diese andere Art des Geografie- oder Sozialkundeunterrichts als positiv zurück und „hatten Spaß dabei, sich in eine andere Rolle hineinzuversetzen“ oder fanden es „schön, dass alle in ihrer Rolle waren und diese verteidigt haben.“ So einfach kann es sein, EU-Politik verständlich und interessant zu machen!
                                                                                                                             Kerstin Sperling

 

  k_2016_04_11_10.19.17.jpg k_2016_04_11_10.20.27.jpg

  k_2016_04_11_10.54.11.jpg k_2016_04_11_10.54.27.jpg

Juniorwahl 2016 – anlässlich der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Bereits am 09.03.2016 wählten die Schülerinnen und Schüler der 8. bis 12. Klassen. Im Vorfeld wurde die Wahl im Sozialkundeunterricht vorbereitet. Einige Klassen hatten sogar die Möglichkeit, in die Wahlprogramme aller Parteien herein zu schnuppern. Denn auch überzeugte Nichtwähler sollten zur Wahl motiviert werden. Bei einer Auswahl unter 15 Parteien sollte doch für jeden etwas zu finden sein ... selbst Protest lässt sich durch Wahl ausdrücken und sogar vielleicht effektiver als durch Nichtwahl.
Somit können wir zufrieden auf eine Wahlbeteiligung von 85,9% blicken. Von 405 Wahlberechtigten haben 348 ihre Stimme abgegeben.

 

Hier die Wahlergebnisse:

 

Erststimme
Borgwardt, Siegfried (CDU)              85 Stimmen
Lieschke, Matthias (AfD)                  64 Stimmen
Kelle, Mareen (DIE LINKE)               59 Stimmen
Böhme, Dirk (SPD)                          40 Stimmen
Morgner, Friedbert (GRÜNE)            30 Stimmen
Petzold, Andreas (FDP)                    28 Stimmen
Schubert, Patrick (FREIE WÄHLER)   21 Stimmen

ungültig 16 Stimmen

Zweitstimme
CDU            15,2 %
AfD             13,8 %
SPD             12,4 %
GRÜNE         11,8 %
DIE LINKE    11,2 %
Die PARTEI     8,6 %
Alle übrigen Parteien sind an der 5%-Hürde gescheitert.

ungültig 16 Stimmen

 

Für den reibungslosen Ablauf der Wahl bedanke ich mich bei den Schülerinnen und Schülern meines 10er-Sozialkundekurses, die als Wahlhelfer am Wahltag tätig waren.
                                                                                                                    Kerstin Sperling

  k_20160309_091612.jpg k_20160309_103506.jpg

  k_20160309_103535.jpg                      a.png

Wege zu mehr Wahlbeteiligung? – Tage wie heute!

Am 13.03.2016 wird in Sachsen-Anhalt der neue Landtag gewählt. Parallel dazu findet an unserer Schule die Juniorwahl am 09.03.2016 statt, sodass auch jene einmal wählen können, die noch keine 18 Jahre alt sind. Das Interesse ist da unter den Schülern, aber auch Unsicherheit: Was wählen? Wie wählen? Überhaupt wählen?
Dies hat die Fachschaft Sozialkunde zum Anlass genommen und Referenten der Deutschen Gesellschaft e.V. aus Berlin eingeladen, die einen Wahlworkshop unter dem Titel „Mitbestimmen! – Wählen verändert Politik“ mit den Schülerinnen und Schülern der 10. Klassen durchführten.
Zunächst erfuhren die Schülerinnen und Schüler unter Leitung der Referenten Niels Dehmel, Madeleine Petschke und Nora Emmerich alles rund ums Thema Wahlen (Bedeutung, Wahlgrundsätze, Wahlsystem) und konnten somit ihre Kenntnisse aus Klasse 9 einbringen und auffrischen. In einem praktischen Teil wurden die Wahlprogramme der zurzeit im Landtag vertretenen Parteien analysiert und kritisch beurteilt. Anschließend sollten sich die Schülerinnen und Schüler Gedanken darüber machen, welche Gründe es gibt, wählen zu gehen oder dies eben nicht zu tun. Anhand von Karikaturen wurden schließlich klassische Nichtwählerthesen überprüft und zum Großteil entkräftet. Für große Begeisterung sorgten 6 Wahlwerbespots, welche fürs Wählengehen warben und von den Schülern bewertet werden sollten.
Als abschließend die Frage im Raum stand, welche Wege für mehr Wahlbeteiligung sorgen könnten, wurden die Onlinewahl, die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre sowie die Wahlpflicht thematisiert. Von einem Schüler gab es eine weitere sehr deutliche Antwort: „Tage wie heute! Man wird informiert und aufgeklärt.“ Kann man den Erfolg eines Seminars besser zusammenfassen?
Wir sind gespannt auf die Ergebnisse der Juniorwahl!
                                                                                                                                            Kerstin Sperling

img_0372.jpg img_0427.jpg img_0436.jpg

Fotos: © Deutsche Gesellschaft e.V.

 

POL&IS – Schüler werden zu Politikern

17 politisch interessierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 fuhren vom 28.04.2015 bis 30.04.2015 zum POL&IS-Seminar nach Wernigerode. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit im Hotel fing die Simulation bereits an, gemeinsam mit der Berufsschule aus Halle. Dabei wurde jedem Schüler eine Rolle als Umwelt-, Staats-, oder Wirtschaftsminister eines Landes zugelost. Zuvor konnten sich einige Schüler mit ein bisschen Glück zum Mitglied der Weltpresse, der Weltbank, der Nichtregierungsorganisationen oder des Generalsekretariats wählen lassen. Maximilian Hanke nahm z.B. die Rolle des Vize-UN-Generalsekretärs ein. Schnell bemerkten wir, wie anspruchsvoll unsere Aufgaben waren. Doch niemand verzweifelte daran. Ganz im Gegenteil, jeder wuchs in seine Rolle hinein. Wir erkannten, ohne Kommunikation würde diese Simulation nicht funktionieren. So wurden sogar unsere Pausen als Beratungs- und Verhandlungsphasen genutzt. Wir erschufen unser eigenes Utopia, in dem alle Regierungen zusammenarbeiteten und so Probleme und Konflikte in der Welt beseitigten. Am Ende waren wir kurz niedergeschlagen, dass die Simulation schon vorbei war und doch auch glücklich über die schöne Zeit, von der wir alle etwas mitnehmen konnten. Daher geht von uns ein großer Dank an Frau Sperling und Frau Märten, ohne die das nicht möglich gewesen wäre, sowie an die Jugendoffiziere und Spielleiter von der Bundeswehr Mathias Mahr und Marcus Haase.
                                                                                                                              Jonas Lehmann, Jgst. 11
                                                                                                                        Redakteur der POL&IS-Nachrichten

  20150428_194503.jpg  20150428_194722.jpg  20150429_134601.jpg

  20150429_134635.jpg 20150429_134601.jpg 20150429_142443.jpg

  cimg3252.jpg  cimg3253.jpg  cimg3256.jpg  cimg3280.jpg

                               cimg3281.jpg  cimg3286.jpg  20150428_194641.jpg

Ergebnisse Juniorwahl

 

Die Ergebnisse der Juniorwahl sind da und dürfen seit Sonntag, 22.09.2013 18 Uhr auch veröffentlicht werden.

 

An unserem Gymnasium gab es 270 Wahlberechtigte (alle Schüler der Klassen 9-12), davon haben 231 an der Wahl am Dienstag teilgenommen, das entspricht einer erfreulich hohen Wahlbeteiligung von 85,5%!!

 

Die 228 abgegebenen Erststimmen verteilen sich dabei wie folgt:

Ulrich Petzold      (CDU)        92

Sandra Tiedtke   (Piraten)     40

Arne Lietz           (SPD)        35

Steffi Lemke        (Grüne)     23

Jörg Schindler    (Die Linke)  18

Thomas Lindemann (NPD)     7

Arndt Klapproth     (AfD)       5

Cornelia Kuhnert  (FDP)        2

Michael Marks      (FW)         1

 

Bei den 231 Zweitstimmen ergibt sich dieses Bild:

CDU        :    25,5%

Piraten    :    22%

SPD        :    15,1%

Grüne     :    11,2%

Die Linke :    11,2%

NPD        :     5,6%

 

Nicht in den Bundestag kämen bei euch:

FDP                   :      3%

AfD                    :      2,1%

pro Deutschland :      1,2%

ÖDP                   :      0,43%

 

 

Wir hoffen, dass diese praktische Politikerfahrung euch die Demokratie ein Stück näher gebracht hat – und wünschen euch für künftige („echte“) Wahlen kluge Entscheidungen!

Herzlichen Dank an die acht Schüler der zehnten Klassen, die den Wahlvorstand gebildet und uns sehr unterstützt haben !

 

Sandra Märten

FS Sozialkunde

POL&IS - Immer eine Reise wert!

 

Vom 12.2.2013 bis 15.2.2013 waren wir, die 11. Jahrgangsstufe, in Naumburg zum POL&IS-Seminar. Mit uns fuhren noch Schüler des Gymnasiums aus Jessen. Auf der Busfahrt hegten noch einige von uns Zweifel, ob der Spaß bei dem Arbeitsseminar nicht doch zu kurz kommen würde. Doch schon bei der Ankunft und der Verteilung der Zimmer wurde es spannend. Wir waren in einem separaten Bungalow im Jugend- und Sporthotel "Euroville" untergebracht, hatten es aber trotzdem nicht weit zum Seminarraum. Am ersten Tag wurden uns erst einmal die Regeln erklärt, die, wie sich später herausstellen sollte, nicht jeder ganz verstanden hat und jeder bekam seine Rolle zugeteilt. Es gab Wirtschaftsminister, Staatsminister und Regierungschefs, die in neun Regionen der Welt agierten, aber auch eine Weltbank, die Weltpresse, NGO’s und natürlich den UN-Generalsekretär. In den 4 Tagen schafften wir es 6 POL&IS Jahre zu simulieren, vermutlich ein Schulrekord. Wir hatten auch das Glück die olympischen Spiele durchführen zu können, welche von einigen Spielern organisiert wurden. Die Disziplinen dazu waren Tischtennis, Bowling und Korbwurf. Es gab aber auch einige Reibereien zwischen Landsleuten, die aber doch behoben werden konnten. Während unseres Aufenthaltes in der Zarenresidenz, wie sich unser Bungalow nannte, spielten sich dort mysteriöse Vorgänge ab. Ein Kühlschrank verschwand, Fußspuren waren an der Wand zu finden und Nasenbluten trat gehäuft unter uns auf. Das könnte allerdings auch eine Folge des durch Russland ausgebrochenen Atomkriegs gewesen sein. Als wir realisierten, was dieser Krieg für die Welt bedeutet, waren alle sehr niedergeschlagen, rafften sich aber gut zusammen und fanden die bestmögliche Lösung. Das gab ein Lob von den Jugendoffizieren der Bundeswehr, die unsere Simulation leiteten und betreuten. Jeder hat sich gut in seine Rolle eingefunden und oft wurden auch außerhalb der Arbeitszeit politische Gespräche geführt, woran vorher nicht ansatzweise zu denken war. Am Ende der Woche waren alle Zweifel ausgeräumt, denn Spaß hatten wir genug.

Sophie Palme, Mandy Johannes, Jgst. 11