Wir waren dabei

Die Weltausstellung Reformation mit sieben thematischen Torräumen, die vom 20. Mai – 10. September 2017 in der Lutherstadt Wittenberg stattfand, zählte insgesamt 294.000 Besucher. Wir, neun Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 b sowie Frau Nordmann und Frau Engelmann, ließen es uns nicht nehmen, diese einmalige Gelegenheit zu nutzen.
Die Weltausstellung unter dem Titel „Tore der Freiheit“ war eine riesige Open-Air-Ausstellung und sollte verdeutlichen, welche Tore die Reformation geöffnet hat. Menschen aus der ganzen Welt waren eingeladen, um sich mit Martin Luther sowie dem Leben der Menschen im Jahr 1517 zu beschäftigen und die Gegenwart, also die Gesellschaft heute, 500 Jahre später, zu diskutieren.
Mit dem Preisgeld, das wir für unseren Beitrag beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen bekommen hatten, konnten wir diesen Besuch finanzieren. Auf der Zielgeraden der Weltausstellung fuhren wir am 8. September nach der 6. Stunde mit dem Zug nach Wittenberg. Dort empfing uns der Torraum „Welcome“. Hier erklommen wir die 162 Stufen, der wahrscheinlich höchsten Lutherbibel der Welt. In einer Höhe von 27 m wurden wir auf einer Aussichtsplattform mit einem wunderschönen Blick auf Wittenberg und die Elbe belohnt.
Unser Weg führte uns weiter, vorbei an der Luthereiche, dem Lutherhaus und der Leucorea zu unserer zweiten Station, dem Riesenrad als Teil des Torraums „Ökumene und Religion“. Hier ging es darum, für einen Moment in einer Gondel des Riesenrads die Perspektive zu ändern. Bei kräftigem Wind war es ein besonderes Erlebnis, die Altstadt von Wittenberg aus 30 m Höhe zu bewundern. Es machte so viel Spaß, dass wir gleich mehrere Runden drehten.
Der absolute Höhepunkt war der Besuch des 360-Grad-Panoramas „Luther 1517“ des Künstlers Yadegar Asisi. Hier konnten wir lebendige Geschichte erleben und in die Stadt Wittenberg vor 500 Jahren eintauchen. Die Themen dieser Zeit des Umbruchs, die hier illustriert sind, reichen vom Ablasshandel, dem Buchdruck, Luthers Thesen und Cranach bis hin zum Bauernkrieg und Hexenverbrennungen. Wir befanden uns inmitten des Alltags der Reformationszeit und konnten viele berühmte Persönlichkeiten dieser Zeit erkennen, Luther sogar mehrere Male. Für diese Fotomontage wurden 15 m hohen Stoffbahnen digital bedruckt. Diese ca. 1100 m² zeigen eine Fülle an Details, wie z. B. das Ausschütten eines Nachttopfes aus einem Fenster, eine alltägliche Handlung zu dieser Zeit. Zusätzlich werden Tag und Nacht simuliert und Geräusche eingespielt. Da das Panorama mindestens fünf Jahre in Wittenberg bleibt, können wir einen Besuch ausdrücklich empfehlen.
Nach einer kurzen Pause war unsere nächste Station der Torraum „Jugend“. Durch ein Labyrinth aus Baumstämmen unterschiedlicher Höhe, die die Zeit des Probierens und Orientierens symbolisieren sollten, ging es direkt zum Kletterparkour, wo einige von uns in 17 m Höhe ihren Mut testen wollten. Da unser Zeitbudget klein und der Andrang sehr groß war, entschieden wir uns gegen das Klettern. Dafür besuchten wir im Innenraum des Hochseilgartens die Ausstellung zum Thema „Wie bewahren wir das Klima?“ und bestimmten unseren persönlichen ökologischen Fußabdruck, der einige von uns zum Nachdenken anregte.

     

Cambridge Certificate am Paul-Gerhardt-Gymnasium

Erneut schafften drei Schülerinnen des Paul-Gerhardt-Gymnasiums im Juni 2017 die Cambridge Certificate Prüfung in Leipzig.

                    Vanessa Schuricht:     First Certificate in English(Niveau B2)
                    Isa Doege:                Certificate in Advanced English (Niveau C1)
                    Maria Kaiser:             Certificate in Advanced English (Niveau C1)

 

In der AG Cambridge Certificate bereiteten sie sich ein Jahr lang intensiv auf diese Prüfungen vor.

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Fake oder Es war doch nur Spaß

Am 01.09.2017 gastierte das Theaterensemble Radiks an unserer Schule. Die Schülerinnen und Schüler der 7. & 8. Klassen sahen das Stück „Fake oder Es war doch nur Spaß“. In dem Stück geht es um die siebzehnjährige Lea, die davon träumt, Sängerin zu werden. Als sie schließlich in einer Casting-Agentur aufgenommen wird, weckt das den Neid einiger MitschülerInnen. Erste Sticheleien und Ausgrenzungen beginnen, und schließlich weiten sich Mobbing-Attacken auch auf diverse Netzwerk-Portale, unter anderem Facebook und Schüler-VZ, aus. Lea wehrt sich zunächst gegen die Kommentare und Lügen, sie schreibt auch einen Rap-Song gegen die Mobber, den sie online stellt, allerdings mit sehr negativem Erfolg. Anonyme Drohungen und Beleidigungen via Telefon und Handy folgen. Einige Lehrer beschäftigen sich mit den Mobbing-Attacken, doch mittlerweile sind die Auseinandersetzungen nicht mehr nur innerschulisch zu klären, vor allem, nachdem ein Video online gestellt wurde, das Lea betrunken in einer Toilette zeigt. Lea zieht sich zurück, geht kaum noch in die Schule. Was als „kleine Rache“ begann, nimmt nun Ausmaße an, die keiner der Beteiligten voraussehen konnte.


Cyber-Mobbing als Hauptthema des Stücks spricht gerade in unserer medial geprägten Zeit die Erlebnis- und Erfahrenswelt der Schülerinnen und Schüler an. Die Aufführung und das anschließende Nachgespräch sollten dazu dienen, die Jugendlichen für das Thema zu sensibilisieren und Handlungsmöglichkeiten für die Opfer und Konsequenzen für die Täter aufzuzeigen. Vielen Schülern wurde durch das Stück sehr bewusst, dass das anonyme Mobbing im Netz jeden zu jeder Zeit treffen kann. So gab es während des Stücks oft betroffene Blicke, aber auch einige Lacher, denn "Fake" war nicht nur düster. Es ist mit typischen Alltagsszenen versehen, die unsere Schülerinnen und Schüler gut nachvollziehen konnten. Auch die Darbietung, die Intonation, Mimik und Gestik der beiden Schauspieler vom Ensemble "Radiks" aus Berlin fesselte die Schüler.


Am Ende waren sich Schüler und Lehrer einig, dass das Stück ein durchweg gelungenes Theatererlebnis bot, das aufgrund der Aktualität der Thematik wiederholt werden sollte.

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Girls- und Boysday-Parcours 2017 – Wäsche bügeln, Räder wechseln ... mal aus einem neuen Blickwinkel

Auch in diesem Jahr hieß es für die Mädchen und Jungen der 9. Klassen Rollen zu tauschen. In der Aula türmten sich Wäscheberge, die gebügelt und ordentlich zusammengelegt werden mussten. Eine eher untypische Tätigkeit für Jungs, der sie sich an diesem Tag aber stellen mussten und schnell erkannten, „dass man dort wirklich was gelernt hat, was man später hundertprozentig können muss“ (Ben Kroehs). In der Aulaküche zauberten die Jungs dann schließlich sehr dekorative Obstplatten und eine riesige Schüssel Obstsalat, von denen es sich am Ende des Tages alle schmecken ließen. Als besondere Herausforderung für die Jungs stellte sich der Besuch einer Gruppe Kinder aus der Kindertagesstätte „Spatzennest“ heraus, die dann von den Jungs beschäftigt werden wollten. Nach anfänglichen Berührungsängsten wurde gemeinsam gepuzzelt, gebastelt, Fange gespielt und die Zeit vergessen. Als die Kinder zum Mittag wieder zurück in die Kita mussten, waren sie glücklich und geschafft. Einige Jungs bedauerten, dass sie keine Zeit fanden, um mit den Kindern zu spielen.


Für die Mädchen der neunten Klassen war das Highlight des Tages, das Radwechseln an einem Auto zu üben, was durch das Autohaus Hebold ermöglicht wurde. Steve Hebold war hierfür extra mit einem Auto und dem nötigen Werkzeug in die Schule gekommen, erklärte mit viel Ausdauer die wichtigsten Dinge und ließ die Mädchen dann selbst probieren. Bei strahlendem Sonnenschein kam man hier schnell ins Schwitzen, ebenso wie bei der handwerklichen Aufgabe aus einer Holzleiste einen Bilderrahmen zu bauen. Hier hieß es dann sägen und hämmern, aber der Stolz etwas selbst Gebautes mit nach Hause nehmen zu können, stellte alle Mühen in den Schatten.


Der Projekttag wurde von den Schülern überwiegend positiv beurteilt: interessant, abwechslungsreich, spannend, informativ und lustig. Auch Anregungen fürs nächste Jahr wurden gegeben: mehr Praktisches verlangen die Mädchen. Somit geht’s wieder auf Ideensuche, denn nach dem Projekt ist vor dem Projekt.


Ein großer Dank gilt allen freiwilligen Helfern: den Kindern und Erzieherinnen der Kita „Spatzennest“, dem Autohaus Hebold und den Schülerinnen und Schülern der Jgst. 10 Frauke Reiß, Clara Boas, Carolin Rösner, Leonie Dienemann, Rasmus Gutzmer, Jimmy Tietsche und Christoph Dietze.
                                                                                                                                        Kerstin Sperling

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Niemals geht man so ganz…

Das neue Schuljahr begann für das Kollegium des Paul-Gerhardt-Gymnasiums mit einem Abschied. Unsere stellvertretende Schulleiterin Frau Bach hat nach den Sommerferien die Möglichkeit erhalten, das „Philanthropinum“ in Dessau als Schulleiterin zu führen und so mussten wir uns leider von ihr verabschieden. Dies fiel beiden Seiten nicht so leicht, denn Frau Bach hat durch ihr Engagement, ihre Ideen und ihre Zielstrebigkeit das Schulleben am PGG in den letzten Jahren maßgeblich mitgestaltet. Wir wünschen ihr für die neue Tätigkeit alles erdenklich Gute und hoffen, dass sie uns nicht so schnell vergisst und immer mal wieder auch unser Gast ist.


PS: Frau Bach liebte Zitate und darum zu ihrem Abschied auch noch eins für sie: „Die Kunst zu leben besteht vielleicht vor allem darin, seinen eigenen Weg zu gehen und sich dabei die Offenheit zu bewahren, immer wieder neue Wege zu entdecken.“ (Jochen Mariss)

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Große Aufregung trotz Kinder-Mutmach-Lied

Zweimal im Jahr kann man in unserer Aula die Aufregung förmlich spüren. Wenn die Schüler der 12.Klasse ihr Abitur schreiben und am Anfang des Schuljahres, wenn die Schülerinnen und Schüler der 5.Klasse neu an das PGG kommen.
Auch in diesem Jahr saßen die zukünftigen Fünftklässler zappelnd und voller Erwartung auf ihren Stühlen. Sie wurden zunächst herzlich von der Klasse 6c begrüßt, die genau weiß, wie sich dies anfühlt. Nach einem kurzen Programm und trotz Kinder-Mutmach-Lied stieg die Spannung dann nochmal, denn jeder wollte natürlich wissen, in welcher Klasse er oder sie zukünftig sein würde. Endlich lüftete Herr Franke das Geheimnis und wünschte sich vor allem, dass in acht Jahren diese 63 neuen Schülerinnen und Schülern auch wieder voller Aufregung in der Aula sitzen und ihr Abitur schreiben und bestehen werden.
Später am Vormittag wollten wir dann noch sicher gehen, dass dieser Wunsch und vielleicht noch mehr kleine und große Wünsche in Erfüllung gehen. Wie in jedem Jahr ließen die neuen Schüler ihre Wünsche mit Ballons in den Himmel steigen. Wir drücken die Daumen, dass alles so kommt wie erhofft.

 

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PGG celebrates William Shakespeare

Am 23. April 2014 war der 450. Geburtstag William Shakespeares und am 23. April 2016 jährte sich der Todestag des bedeutendsten Dramatikers aller Zeiten zum 400. Mal.


Über das Leben des wahrscheinlich bekanntesten Dichters der Welt ist nur sehr wenig bekannt, was Anlass zu Spekulationen gab. Trotzdem gilt er als Genie der Literaturgeschichte. Shakespeare wurde vermutlich am 23. April 1564 in Stratford-upon-Avon geboren und besuchte dort die Grammar School. Als er 18 Jahre alt war heiratete er, ließ jedoch zwei Jahre später seine Frau und seine drei Kinder in Stratford zurück, um nach London zu gehen. Hier arbeitete er als Schauspieler, wurde Anteilseigner am Globe-Theater und schrieb seine berühmten Werke. Sein Einfluss auf die englische Sprache ist unumstritten. Er verfügte über ein großes Repertoire an sprachlichen Mittel und soll ungefähr 2000 neue Wörter ins Englische eingebracht haben. In Deutschland gehören seine Tragödien und Komödien zu den am meisten aufgeführten Werken.


Der 450. Geburtstag war für uns ein besonderer Anlass, William Shakespeare in den Mittelpunkt des Unterrichts zu rücken und ihn mit besonderen Aktivitäten während zwei Schuljahren zu feiern. Es war eine schöne Erfahrung, der heutigen Generation ein Stück Weltliteratur nahe zu bringen und zu sehen, mit welcher Begeisterung sie sich mit dem Dramatiker auseinandersetzten.


Die Deutsche Shakespeare-Gesellschaft, die am 23. April 1864 anlässlich des 300. Geburtstag von William Shakespeare in Weimar gegründet wurde, um Shakespeare im deutschen Sprachgebiet zu fördern, ist auf unsere Aktivitäten aufmerksam geworden und stellt diese auf ihrer Internetseite vor.

 

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