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Schule einmal anders- ein jüdischer Abend am PGG

Nachdem aufgrund der Pandemie das kulturelle Leben am Paul-Gerhardt-Gymnasium in den letzten beiden Jahren zum Erliegen gekommen war, konnte am Freitag, dem 13.05.2022 in der Aula der Schule ein jüdischer Abend durchgeführt werden. Zu den mehr als 170 Gästen gehörten unter anderem der Landrat des Landkreises Wittenberg, Christian Tylsch, der Fraktionsvorsitzende der CDU des Landtages Sachsen- Anhalt, Siegfried Borgwardt und der Schulleiter des Paul- Gerhardt Gymnasiums, Roland Franke, sowie Schüler, Eltern und Lehrer.


Unter der Leitung der Sozialkundelehrerin, Frau Straube, hatte der Sozialkundekurs Klasse 10 mit großem Engagement ein 60 -minütiges Programm vorbereitet. Die Idee entstand bei der Beteiligung am Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung, bei dem sich die Schüler im ersten Halbjahr mit dem Thema Antisemitismus auseinandergesetzt und im Ergebnis zwei Videos zu diesem erstellt haben.


Sie stellten fest, wie wenig sie doch über das Judentum wussten und wollten daraufhin ihre Erkenntnisse mit anderen teilen. Akribisch haben sie ein Programm erarbeitet, welches an diesem Abend aufgeführt wurde. Die Chöre der Schule trugen mit jüdischen Liedern und Tänzen zur Unterhaltung bei. Es wurden Gedichte und Märchen von jüdischen Dichtern vorgetragen , die unter anderem in der Zeit des Holocaust verfasst worden waren. Zu Beginn der Veranstaltung durften die Besucher selbstgebackenes jüdisches Zopfbrot und in der Pause Falafel probieren. Die Schüler verblüfften die Zuschauer mit der Feststellung, dass viele Menschen denken, sie kennen keinen Juden und zeigten Bilder berühmter Schauspieler, Sänger, Schriftsteller und Wissenschaftler mit jüdischen Wurzeln. Das Programm der Schüler endete mit dem jüdischen Hochzeitstanz „Hava Nagila“, bei dem das Publikum eingeladen wurde sich aktiv zu beteiligen, was von vielen rege und mit viel Spaß genutzt wurde.


Im zweiten Teil der Veranstaltung spielte die Klezmerband „ Shoshana“ aus Dessau. Mit temperamentvollen jiddischen Liedern, vorgetragen auf der Geige, dem Akkordeon und verschiedenen Percussionsinstrumenten gelang es der Band, das Publikum in ihren Bann zu ziehen und mit kleinen jüdischen Anekdoten zum Schmunzeln zu bringen.


Alles in allem ein stimmungsvoller, gelungener Abend.




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