Flow-Projekt in Klasse 10
Am Mittwoch der letzten Schulwoche erhielten wir, die Klasse 10c, die Möglichkeit am FLOW-Projekt teilzunehmen. Sinn und Zweck davon ist es, Flüsse in unserer Umgebung zu erforschen und auf biologische, physikalische und chemische Aspekte zu untersuchen. Vom bloßen Betrachten des Flussaussehens, über das Sammeln von Saprobien bis zum Entnehmen von Wasserproben hatten wir über den Tag verteilt ein breites Spektrum an Aufgaben. Durch die umfangreichen Untersuchungen konnten wir am Ende feststellen, dass der Graben an der Gremminer Brücke eine unbefriedigende Wasserqualität aufweist, denn durch das Zuführung von Abwasser aus dem Klärwerk sowie das künstliche Begradigen oder Anlegen von Gewässern ist es nicht möglich, ein funktionierendes Ökosystem mit reinem Wasser entstehen zu lassen. Wir wurden außerdem auf die zunehmende Wasserverschmutzung aufmerksam gemacht, welche auch in Deutschland eine große Rolle spielt. So gelangen jährlich mehrere Tonnen an Medikamenten in unsere Meere. Es lässt sich also festhalten, dass wir durch die eigene Untersuchung nicht nur Verständnis für den Aufwand des Forschens in Ökosystemen und unserer Umwelt schaffen konnten, sondern auch zunehmend für Wasserverbrauch und -verschmutzung sensibilisiert wurden. Wasser ist keine unendliche Ressource und wir sollten die Privilegien, welche wir im Bezug auf Wasserversorgung genießen, nicht für selbstverständlich halten. Jeder sollte seinen eigenen Anteil an der Verbesserung der Wasserqualität tragen und überlegen, was er als einzelner dafür tun kann. Um jungen Menschen das bewusst zu machen, bietet das FLOW-Projekt eine perfekte Möglichkeit.
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Chemie in der Praxix - Futurea-Science-Center Wittenberg
Am 05.11.2024 fuhr die Klasse 10b unter Begleitung von Frau Rößler in das Futurea-Science-Center nach Wittenberg. Dort erhielten wir Einblick in die Welt der Stickstoffchemie. Auf den drei Etagen der Ausstellung wurden uns anschaulich die Inhalte zu Stickstoff in Natur und Technik, Ammoniak und Haber-Bosch-Synthese sowie zur Harnstoffchemie präsentiert. Die Klasse konnte somit über kurze Filme, interaktive Tafeln mit Animationen, kleine Experimente und das Erstellen von Molekülstrukturen und chemischen Reaktionen die im Chemieunterricht gelernten Inhalte vertiefen und anwenden. Im Anschluss an die Exkursion erstellten die Schülerinnen und Schüler gruppenweise ein Quiz mit Fragen rund um die Inhalte der Ausstellung, welches im Rahmen des Chemieunterrichts vorgestellt und eingebunden wird.
Vielen Dank an die Ausstellerinnen und Frau Dorn für die fachkundige Führung und das Ermöglichen weiterer Besuche der Ausstellung in den nächsten Schuljahren.
Die Klasse 10b und T. Rößler
FLOW-Projekt Klasse 10b

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Futurea Science Center
Die Klassenstufe 10 des Paul-Gerhardt-Gymnasiums besuchte im Rahmen des Chemieunterrichts am 04. Februar 2020 das Futurea Science Center“ in Wittenberg. Nachdem wir alle unsere Aufgaben erhalten hatten, startete jeder nach einer kurzen Einführung mit seiner vorher gewählten Gruppen den Besuch der Ausstellung. Diese erstreckte sich über drei Etagen und beinhaltete die mühevollen Anfänge der Landwirtschaft über frühe Erkenntnisse der Chemie und moderne Anbaumethoden bis hin zur Zukunft der Welternährung. Wir beschäftigten uns, so wie der Name „Futurea“ schon verrät, intensiv mit dem Thema „Harnstoff- Stoff für Vielfalt“. Der Name dieses Science Center beinhaltet die Worte „futur“ und „urea“, welche übersetzt Zukunft und Harnstoff bedeuten.
Im Erdgeschoss erfuhren wir, welche Entdeckungen und Forschungsergebnisse den Ackerbau revolutionierten und wie Chemiker, wie zum Beispiel Friedrich Wöhler dabei geholfen haben. Dieser stellte das erste Mal Harnstoff selbst her und leistete somit einen großen Beitrag zu den modernen Produktionsverfahren von Stickstoffdüngemitteln. Auch der Wissenschaftler Justus von Liebig förderte die Steigerung der Erträge mit seinem Minimumgesetz.
Im ersten Obergeschoss beschäftigten wir uns mit dem Boden und seinem Nährstoffhaushalt und wie die Erträge gesteigert werden konnten.
Im zweiten Obergeschoss wurde uns die Vielfalt von Harnstoff gezeigt. Wir erfuhren, wie und in welchen Produkten Harnstoff verwendet wird und auch, wie die Harnstoffproduktion abläuft. Harnstoff hat vielseitige Verwendungsmöglichkeiten und ist in vielen Produkten enthalten, die wir in unserem Alltag benutzen. Zudem führten wir an einem Motormodell eines Autos mit einer Zapfsäule verschiedene Simulationen zur Adblue-Anwendung durch und lernten, welche Vor- und Nachteile diese Harnstofflösung hat.
Nach unserem zweistündigen Aufenthalt im „Futurea Science Center“ und einem gemeinsamen Klassenfoto traten wir die Rückfahrt an.


Ausflug zum Klärwerk

Was gibt es besseres als eine Windböe an der Ostsee? Eine Windböe am Klärwerk!
Dank Frau Burkert und einem der 30 Angestellten im Klärwerk haben wir Chemieunterricht hautnah und mit passenden Düften erlebt. Trotz der knappen Zeit haben wir es geschafft, den kompletten Prozess der Wiederaufbereitung des Wassers Schritt für Schritt mitzuverfolgen. Angefangen bei der mechanischen Reinigung über die biologische Reinigung endete unsere Führung bei der chemischen Reinigung.
Wir starteten an einer Lagerstätte für Abwasser und sahen einen Grobrechen. Diesen konnten wir in einem Extragebäude von Nahem sehen. Vor Ort sammelten sich größere Objekte wie Hygieneartikel, Plastik oder Textilien in großen Tüten. Weniger geruchintensiv war das nächste Gebäude, welches die Steuerung der gesamten Anlage enthielt. An einem großen Monitor, der an einen Fernseher von 1990 erinnerte, wurden die Werte des Wassers angezeigt, zum Beispiel der Phosphorgehalt. Weiter ging es zu einem feineren Rechen, welcher kleinere Objekte wie Essensreste aus dem Wasser filterte.
Die nächste Station war ein Belüftungsbecken in welchem Sauerstoff in das Abwasser gepumpt wurde. Das dient zur Aktivierung der Mikroorganismen, welche Phosphate und andere organische Stoffe abbauen. Ein wichtiges Merkwort, das uns vermittelt wurde, war „SCHNOP“, was für Schwefel, Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Phosphor steht. Das sind Elemente, die lebenswichtig und essentiell für biologische Prozesse sind. Außerdem wurde dort Sand im Sandfang abgetrennt. Der Sand wird gereinigt und anschließend wiederverwendet oder verbrannt.
Im Becken unmittelbar daneben wurde das Wasser, aller 90-120 Minuten wechselnd, bewegt oder stillgehalten. Der große Strudel diente zur Umwandlung von Schadstoffen. Zur Einhaltung der Grenzwerte werden Chemikalien ins Wasser gegeben.
Im Nachklärbecken war das Wasser schon viel anschaulicher. Ein Räumer schob den abgesetzten Schlamm auf dem Boden in die Mitte, wo er in einen Trichter gelangte. Von dort aus wurde er auf Felder am Klärwerk gepumpt, um ihn austrocknen zu lassen. Durch strenge Grenzwerte und Kriterien kann der Schlamm oft nicht mehr als Dünger weiterverarbeitet werden, weshalb er verbrannt wird.
Wir danken dem Mitarbeiter aus dem Klärwerk für die lehrreiche Führung und Frau Burkert für die Organisation
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Emma Stengel, 8a



