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Ausflug zum Landgericht Halle

Gemeinsam mit unserem Lehrer Herrn Rumpold besuchte die Klasse 8a das Landgericht in Halle.
Das Landgericht befindet sich im Zentrum von Halle und ist mit seinem massiven Baustil nicht zu übersehen. Der prunkvolle Eingangsbereich ist mit Sandstein, Blattgold und Porträtbüsten deutscher Rechtsgelehrter verziert. Vor dem Betreten des Gerichts mussten wir eine Sicherheitskontrolle passieren, die mit der an einem Flughafen vergleichbar ist.
Auch von innen wirkt es edel und pompös. Die Treppengeländer sind mit metallischem Blattwerk verziert und die Türen haben goldene Details. An der Decke befinden sich historische Wappen der Städte, die zur Bauzeit von 1901-1905 zum Gerichtsbezirk Halle gehörten. Das Landgericht wurde 1879 eröffnet und war zur damaligen Zeit nur für Zivilverfahren zuständig. Heute werden größtenteils Strafverfahren verhandelt.
Eine solche Gerichtsverhandlung durfte sich die Klasse 8a genauer anschauen. Bei der Verhandlung waren zwei Richter, zwei Schöffen, eine Oberstaatsanwältin, eine Verteidigerin und eine Gerichtsdienerin anwesend. Uns fielen auch zwei Polizisten auf, die für die Sicherheit sorgten. In der öffentlichen Verhandlung ging es um das Strafverfahren eines Angeklagten, der über 40 Verbrechen begangen hat. Ihm wurden Autodiebstahl, nächtlicher Einbruch und Entwendung diverser Wertgegenstände (Schmuck, Münzen, Uhren…) vorgeworfen. Hierzu wurden einige Zeugen befragt, die selbst von diesen Straftaten betroffen waren. Die gestohlenen Dinge wurden teilweise wiedergefunden, doch der größte Teil ist verschwunden geblieben. Vor allem gestohlenes Bargeld im Haushalt ist sehr schwer nachzuweisen, es sind nur bis zu 2000 Euro in der normalen Hausratversicherung enthalten. Die Folgeverhandlung dauerte ca. 2 Stunden. Bei zwei Zeugen entschuldigte sich der Angeklagte, bekommt jedoch eine mehrjährige Gefängnisstrafe.


Anschließend durften wir dem Richter und der Oberstaatsanwältin Fragen über ihren Beruf und über dieses Gerichtsverfahren stellen, wie z.B.: „Haben Sie schon einmal Fehlentscheidungen getroffen?“, oder: „Wie sind Sie darauf gekommen, Jura zu studieren?“. Zum Abschluss hat uns Frau Voigt durch das Gerichtsgebäude geführt. Sie erklärte uns die Geschichte des Hauses. Zusammenfassend war der Tag lehrreich und die Schüler konnten sich einen guten Überblick über die Arbeit eines Richters verschaffen.

 

Paula Schöley

Lizenzen & Quellen

Denn auch fürs Leben lernen wir: Projekt „Steuern und Schule“

 

„Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann 'ne Gedichtanalyse schreiben. In 4 Sprachen.“ - Was 2015 via Twitter (heute „X“) viral ging, hat sich festgesetzt in den Köpfen vieler Jugendlicher und es ist an der Zeit, dass diesem Vorwurf begegnet wird.

 

 


So zögerten wir nicht lange, als das Angebot vom Finanzamt Dessau unsere Schule erreichte, ein zweistündiges Projekt zu den Themen „Steuern, Steuererklärung und Steuersystem“ durchzuführen.


Wir luden die Referentinnen Frau Holzweißig und Frau Kutzner in die 11. Klassen ein und erlebten eine aufschlussreiche Informationsveranstaltung, in welche sogar eine kleine spielerische Simulation „Staat Klassenzimmer“ eingebettet war.


Die Schülerinnen und Schülern bekamen Einblicke, warum man als Bürger überhaupt Steuern zahlt, welche Steuern es gibt, wann und wie man eine Steuererklärung anfertigt und was es schon als Schüler zu beachten gibt, wenn man in einem Minijob oder gar als Influencer tätig ist.

 


Das Projekt war vielfältig informativ, kurzweilig, regte zu Diskussionen und Nachfragen an und sorgt nun hoffentlich dafür, dass der Tweet aus 2015 von unseren Schülern erfolgreich entkräftet werden kann. Perspektivisch werden wir nun das Projekt fest in unseren Schuljahresarbeitsplan einbinden.


Kerstin Sperling (Fachschaftsleitung Sozialkunde)

Exkursion zum Bundestag nach Berlin

Am 2. April hat sich der gesamte Jahrgang 10 unter Begleitung von Frau Petermann, Frau Kluge und Frau Sperling nach Berlin begeben, um den Bundestag und das Reichstagsgebäude zu besichtigen. Nachdem alle mit dem Bus angekommen und die Sicherheitskontrolle passiert hatten, begann eine Führung durch das Paul-Löbe-Haus, in dem die Ausschüsse des Bundestages untergebracht sind. Per unterirdischer Verbindung wurde der Rundgang dann im Reichstagsgebäude fortgesetzt. Dort trafen wir auf Sepp Müller, ein Mitglied des Deutschen Bundestags und der CDU, welcher mit uns eine Sitzung für einen Gesetzesentwurf zum Thema „Grenz- und Außenpolitik“ nachstellte. Dadurch wurde uns allen bewusst, wie aufwändig der Beschluss neuer Gesetze wirklich ist und dass die Kompromissfindung einer der wichtigsten Aspekte dafür ist. Des Weiteren konnten wir Herrn Müller auch Fragen zur Arbeit im Bundestag stellen, wodurch unser Verständnis für die Vorgänge in der Regierung gefördert wurden. Im Anschluss darauf wurden wir erneut in Gruppen unterteilt und ausführlicher durch das Reichstagsgebäude geführt. Während der Führung konnten wir viel über die Geschichte der deutschen Demokratie lernen. Durch die Exkursion nach Berlin konnten wir sehen, wie moderne Bauten auf alte Architektur treffen und wie interessant die Verbindung von Altem mit Neuem sein kann. Es wurde uns geholfen, die Vorgänge innerhalb der Regierung genauer zu verstehen, und uns wurde die Relevanz von Demokratie verdeutlicht. Es ist unsere Aufgabe, uns für das Bestehen einer sicheren Demokratie in Deutschland einzusetzen.

 

Charlotte Speer, 10c

Eine Reise in die Zukunft

Die zehnten Klassen sind am Donnerstag, den 08.06.2023, in das zweitägige Projekt „Die Zukunftsreporter“ gestartet. Zu Beginn beschäftigten wir uns mit der Demokratie und wie sie in Deutschland funktioniert. Wir klärten Begriffe mithilfe eines Puzzles und führten anschließend eine Umfrage durch.
Daraufhin stellten wir uns die Frage, welche Verschwörungstheorien wir eigentlich kennen und haben mehr als zehn verschiedene zusammengetragen. Ebenfalls haben wir Antworten darauf gesucht, wieso man anfängt sich solche Theorien auszudenken oder sich mit diesen zu beschäftigen und wieso es manchmal so schwer ist, Verschwörungstheoretiker vom Gegenteil zu überzeugen.
Am Ende des Tages fragten wir uns in kleinen Gruppen, wie wir uns unsere Zukunft im Jahr 2045 vorstellen. Was ist anders? Und was bleibt vielleicht gleich? Was wünschen wir uns von der Zukunft oder wovor haben wir Angst? Anschließend stellten wir unsere unterschiedlichen Zukünfte der Klasse vor.
Am Freitag war unsere Arbeit dann freier eingeteilt. Aus unseren Ergebnissen vom Vortag sollten wir nun ein Rollenspiel erarbeiten, welches der Klasse unsere Zukunft anschaulich näherbringt. Zusätzlich erstellte jede Gruppe mit einer KI ein passendes Titelbild. Die Gruppenarbeit dauerte einige Stunden und forderte unsere Kreativität heraus. Schließlich stellte jede Gruppe ihre Ergebnisse vor und anschließend diskutierten wir darüber, welche Veränderungen wir in der dargestellten Zukunftsmöglichkeit bemerkt hatten. Es gab zum Beispiel fliegende Gärten, die Möglichkeit von Zukunftsreisen, aber auch lebensechte Hologramme oder Pillen, die die Nahrung ersetzen.
Wir fragten uns, welche der dargestellten vier Zukünfte wir uns am meisten wünschen und welche wir denn für am wahrscheinlichsten halten würden. Beim Wunsch war die gesamte Klasse einer Meinung, für wahrscheinlich wurde diese Zukunft jedoch nicht gehalten.
Zum Projektabschluss gab es noch eine kleine Diskussionsrunde, in der wir mitteilten, wie wir das Projekt fanden, was uns am Besten gefallen hat und was man vielleicht beim nächsten Mal ändern könnte. Auch diskutierten wir über Vorstellungen wie im Labor gezüchtetes Fleisch oder Fleisch, dass mit dem 3D-Drucker hergestellt wurde.
Generell war dieses Projekt eine sehr schöne Erfahrung, die uns geholfen hat, zu visualisieren, wie wir uns die Zukunft vorstellen.
                                                                                              Mia Spruth und Jasmin Schmidt (Klasse 10b)

 

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Besuch im Amtsgericht der Klasse 8b

Im Rahmen des Sozialkundeunterrichts besuchte die Klasse 8b das Amtsgericht in Wittenberg, um dort die ein oder andere Verhandlung erleben zu können. Im Vorfeld wurden im Unterricht die Grundlagen zu Strafprozess & Co. gelegt. Leider fiel die erste Verhandlung gleich ins Wasser, weil Zeugen nicht erschienen. Dafür nahm sich aber der Richter Zeit, um auf die Fragen der Schüler einzugehen: Wie wird man Richter? Warum sind Sie Richter geworden? Haben Sie Urteile bereut? Wurden Sie schonmal bedroht? Gab es ganz besondere Fälle in Ihrer Laufbahn? Die Antworten waren fast so spannend wie die darauffolgende Verhandlung, in der 4 Angeklagte eines Einbruchs beschuldigt wurden. Das Verlesen der Vorstrafenregister durch den Richter beeindruckte die Schüler mindestens genauso, wie die Darstellung der Ereignisse durch die Angeklagten, einen Zeugen sowie einen Polizeibeamten. Mit dem Urteil waren die Angeklagten letzten Endes wohl sichtlich zufrieden, während die Schüler die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Angeklagten im Nachhinein anzweifelten. So wird es dem Richter auch ergangen sein, aber am Ende gilt immer: in dubio pro reo - im Zweifel für den Angeklagten.


Auf jeden Fall haben sich die Einblicke in eine solche Verhandlung gelohnt und werden sicher lange im Gedächtnis der Schüler bleiben.


Die Zukunft beginnt jetzt!

Für die Sozialkundeschüler:innen der zehnten Klassen fand am 30.06.22 und am 01.07.22 das Projekt „Die Zukunftslotsen“ statt, welches von Dr. Thomas Mehlhausen und David Gottheit vom Berliner Verein Zeitgeist e.V. durchgeführt wurde. Ziel des Projektes war es, sich in verschiedene Zukunftsperspektiven des Jahrs 2045 und deren Vor- und Nachteile hineinzudenken.


Damit dieses Ziel erreicht werden konnte, starten wir am Morgen des ersten Tages mit einer Auffrischung des Begriffes „Demokratie“ und sprachen außerdem über verschiedene Verschwörungstheorien, welche eine Gefahr für diese darstellen. Nachdem unser Wissen wieder präsent war, begannen wir damit, uns Gedanken über mögliche Zukunftsszenarien zu machen. Zunächst sollten alle Schüler:innen eine Zukunftsvorstellung aufschreiben. Diese wurden anschließend zusammengetragen und gemeinsam besprochen.


Im nächsten Schritt nahmen wir uns einen „Zukunftskompass“ zur Hilfe. Dieser war in vier Sektionen eingeteilt und zeigte jeweils an, ob das Vertrauen in die Politik hoch oder niedrig ist und die Schere zwischen Arm und Reich im jeweiligen Zukunftsszenario auseinandergehen würde, oder nicht. So hatten wir schlussendlich vier Perspektiven (hohes Vertrauen u. große Schere zwischen Arm und Reich; niedriges Vertrauen u. große Schere zwischen Arm und Reich; niedriges Vertrauen u. kleine Schere zwischen Arm und Reich; hohes Vertrauen u. kleine Schere zwischen Arm und Reich), zu welchen wir in kleineren Gruppen Ideen sammelten. Wir hielten unsere Gedanken in Zeichnungen und Geschichten fest und versuchten auch die zuvor besprochenen Zukunftsvorstellungen jedes einzelnen bestmöglich einzubinden. Nachdem wir mit dieser Aufgabe fertig waren, endete für uns der erste Tag des Projektes.


Am Morgen des zweiten Projekttages stellte jede Gruppe ihre Umsetzung des jeweiligen Zukunftsszenarios vor. Um unsere Überlegungen noch besser präsentieren zu können, bekamen wir anschließend Zeit, um unsere Ideen in ein kleines szenisches Spiel umzusetzen. Dabei hatten wir besonders viel Spaß, da wir uns nun auch überlegen mussten, wie sich Menschen aus der Zukunft kleiden und wie sie sprechen würden. Auch die Vorführung der Szenarien und das Zuschauen haben uns sehr viel Freude bereitet, da es viele kleine Details gab, welche wir beobachten und anschließend auswerten konnten.


Zum Abschluss des Projektes haben wir eine Diskussionsrunde gebildet und überlegt, in welcher der vier Zukunftswelten wir am liebsten leben wollen würden. Fast alle Schüler:innen haben sich für die Zukunft entschieden, in welcher das Vertrauen in die Politik hoch und die Schere zwischen Arm und Reich niedrig ist. Im Verlauf der Diskussion stellte sich jedoch heraus, dass wir diese Zukunft nicht für realistisch halten. Dennoch befassten sich unsere abschließenden Gedanken der Projekttage damit, wie wir eine solche schon fast utopische Zukunft erreichen könnten und wie jede:r einzelne mithelfen kann.
                                                                                                                              Lucy Pechacek (Klasse 10a)

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Wertegala zum Projekt „DENK-MAL-WERTE“

Vor gut einem Jahr haben wir gemeinsam mit dem Verein „DENK-MAL-WERTE e.V.“ unseren Schulwert „Gerechtigkeit“ gewählt und diesen in Form eines Denkmals gebaut. Nun waren Vertreter des Projektes unserer Schule als Dankeschön nach Berlin-Karlshorst in die Aula der Katholischen Hochschule für Sozialwesen zu einer Wertegala eingeladen. Unter anderem durfte Laura Kassandra Koppenhöle aus der Klasse 6c mitfahren, die unser Denkmal entworfen hatte. Besonders für sie war es ein prägender Nachmittag, da ihr Modell auch in einer anderen Schule Anklang fand, umgesetzt wurde und auch die Teilnehmer in Berlin ein Denkmal nach ihrem Muster „erbauten“. Vor Ort konnte man mit den Projektverantwortlichen die Weiterführung der Idee besprechen sowie neue Impulse sammeln. Während wir unser Gerechtigkeitskonzept vorstellen konnten, erhielten wir nützliche Tipps, wie nun auch die Schüler in das Projekt einbezogen werden können, die neu an unsere Schule kommen.
                                                                                                                                         Kerstin Sperling

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Unsere „Denk-mal-Einweihung“

Nachdem die Schülerinnen und Schüler unserer Schule im Frühjahr ihren Schulwert „Gerechtigkeit“ gewählt und diesen in Form eines Denkmals erbaut hatten, stand nun am 19.06. die große feierliche Enthüllung des Denkmals im Rahmen zweier Projektstunden auf dem Programm. Der Berliner Verein „Denk-mal-Werte e.V.“ reiste hierfür an, um gemeinsam mit allen Beteiligten ein Fest rund um ihr Denkmal zu feiern. Zunächst bildeten alle den „menschlichen Schriftzug“ Gerechtigkeit, der mit einer Drohne fotografiert wurde. Anschließend wurde Laura aus der Klasse 5c für ihre künstlerische Idee zum Aussehen des Denkmals geehrt, welches dann schließlich „enthüllt“ wurde. Band und Chor hatten hierfür extra eine eigene Version des „Denkmal“- Liedes der Band „Wir sind Helden“ einstudiert ... mit einem individuell geschriebenen Text unserer Musiklehrerin Frau Lüthke. Abschließend stiegen die Buchstaben unseres Schulwertes in Form von Luftballons in den Himmel auf.


Unser Denkmal wird einen würdigen Platz im Schulgebäude erhalten, uns somit vermehrt zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Werten anregen und eine tolle Erinnerung an ein gelungenes Projekt darstellen.


Ein besonderer Dank gilt dem Verein „Denk-mal-Werte e.V.“, die uns als Botschafterschule für Sachsen-Anhalt ausgewählt und mit uns das Projekt durchgeführt haben.

                                                                                                                                          Kerstin Sperling

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