Schüleraustausch mit dem Gymnasium № 1 in Saratow / Russland
Unsere Fahrt nach Saratow vom 3.5. – 11.5.2019
Freitag/Sonnabend 3./4.5.:
Unsere Gruppe von 14 Schülern und zwei Lehrern, Frau Hultsch und Herr Ernst, trafen uns 7:30 Uhr am Flughafen Berlin-Schönefeld. Das Flugzeug nach Moskau flog um 9:25 Uhr. Nach gut zweieinhalb Stunden sind wir gut gelaunt in Moskau/Tscheremetjewo gelandet. Auf unseren Anschlussflug nach Saratow mussten wir 4 Stunden warten, aber die Zeit verging durch Passkontrolle, Terminalwechsel und Geldtauschen. Nach einem kleinen technischen Defekt in der Maschine sind wir dann endlich losgeflogen und nach weiteren 2 Stunden Flugzeit wohlbehalten um 19:30 Uhr in Saratow angekommen. Dort warteten auch schon unsere Gastfamilien auf uns. Jeder von uns fuhr mit seiner Gastfamilie nach Hause und verbrachte noch etwas Zeit mit ihnen. Bei uns gab es zum Abendbrot gleich den typisch russischen Borschtsch.
Am Samstag ist in Russland Unterricht, deswegen haben wir früh erst einige Unterrichtsstunden besucht. Danach gingen wir zum Theaterplatz, um die Stadtrallye durchzuführen. Wir wurden per Losverfahren in 3 gemischte Gruppen aufgeteilt. So haben wir gemeinsam mit unseren Austauschschülern die Stadt näher kennengelernt. Wir mussten verschiedene Orte in der Stadt aufsuchen, Fragen beantworten und Aufgaben erfüllen, z. B. Wasser aus der Wolga holen. Nachdem am Ende alle Preise verteilt worden waren, hatten wir Freizeit.
Tim Bartsch, 11a

Sonntag, 5.5.:
Am Sonntag unternahmen einige unserer Schüler zusammen mit ihren Austauschfamilien und den Lehrern eine Schifffahrt auf der Wolga. An dem Tag hatte Ksenia, eine der russischen Austauschschülerinnen, Geburtstag. Alle trafen sich in kleinen Gruppen in der Stadt, um mit Autos über die lange Wolgabrücke nach Engels zum gegenüberliegenden Wolgaufer zu fahren. Wir trafen uns auf dem Schiff, saßen dann alle beieinander, erzählten und genossen den Ausblick auf die Wolga. Als wir an einer entlegenen kleinen Insel Pause machten und das Mittagessen (Schaschlik) vorbereitet wurde, spielten die Deutschen gegen die Russen „Krokodil“ (Pantomime). Es war sehr lustig, und alle hatten sehr viel Spaß. Dadurch wurde die Stimmung noch besser, und man verstand sich noch besser als zuvor. Nachdem das Spiel dann zu Ende war, gab es Schaschlik mit Kartoffeln und Gemüse. Es war sehr lecker. Nach dem Mittagessen fuhren wir langsam zurück Richtung Anlegeplatz. Die Stimmung an Board war sehr toll. Zum Abschluss des Tages gab es am Nachmittag Tee und Kuchen für Ksenias Geburtstag. Entlang des Wolgaufers konnten wir die
typischen Datschen der Russen sehen, wie sie früher errichtet wurden. Es war erstaunlich, wie diese aussahen, da sie mittlerweile sehr verfallen wirkten. Der Tag war sehr schön, da man die Austauschschüler und deren Familien besser kennen lernen konnte.
Eine weitere Schülergruppe war am Sonntag im riesigen Einkaufszentrum „Olymp“ shoppen. Andere wiederum trafen sich im Stadtpark und besuchten in diesem einen Vergnügungspark. Anschließend unternahmen sie bei schönstem Wetter eine Tretbootfahrt auf einem nahe gelegenen kleinen See.
Nach diesen Erlebnissen kehrte die Gruppe in ein Café ein und vertrieb sich die Zeit mit diversen Spielen.
Am Abend besuchten einige von uns das Theater. Es wurde das Ballettstück „Don Quichotte“ gezeigt, welches einen großen Eindruck hinterließ.
Finn Schlieckriede, Willi Aulich, 9a

Montag, 6.5.:
Am Montag wurden wir in der Schule Gymnasium Nr. 1 offiziell begrüßt. Die Schüler haben für uns ein Programm aufgeführt, welches sehr interessant war. Es wurde gesungen und getanzt. Am Ende hieß die Direktorin der Schule uns herzlich willkommen. Anschließend wurden wir von 2 Lehrerinnen durch das Schulgebäude geführt, die etwas über die verschiedenen Unterrichtsräume erzählten. Daraufhin besuchten wir das Schulmuseum, wo uns die Geschichte der Schule erklärt wurde. Im Anschluss aßen wir noch in der Schulcafeteria Mittag. Nach dem Essen fuhren wir mit dem Bus ins Gagarin-Museum, in welchem wir viel über das Leben des ersten Menschen im Kosmos erfuhren. Zum Abschluss fuhren wir zum Landeplatz von Gagarin, welcher sich ungefähr 50 km von Saratow entfernt im Steppengebiet befindet. Den restlichen Tag verbrachten wir bei unseren Gastfamilien.
Anh-Thu Fechner, Lea Drechsler, 11



Dienstag, 7.5.:
Am Dienstag wurden wir zu einer Stadtrundfahrt eingeladen. Im Bus erzählte uns der Tourguide viel über die Geschichte von Saratow und dessen Einwohner, somit auch über die Wolga-Deutschen. Auf dem Sokolov-Berg besuchten wir den Park des Sieges. Dort erfuhren wir vieles über den Großen Vaterländischen Krieg, z. B. haben wir uns das Denkmal angeschaut, welches für die gefallenen Soldaten erbaut wurde. Außerdem hat man von dort eine wunderbare Aussicht und kann die gesamte Stadt sehen. Danach gingen wir durch den weiteren Park spazieren, der wie ein kleines Dorf aufgebaut ist, dessen Haus eine jeweils andere Nation präsentiert. Im ukrainischen Hause aßen wir dann Bliny, eines der russischen Hauptgerichte. Danach fuhren wir zurück in die Innenstadt. Dort haben wir verschiedene Gebäude betrachtet, die von damaligen Wolgadeutschen errichtet worden sind, außerdem ein Panorama, welches Saratow und seine Entwicklung zeigt. Den Abschluss bildete das Konservatorium, welches ein Wahrzeichen der Stadt ist.
Dieser Tag hat uns sehr gut gefallen und wir haben viel über die Geschichte von Saratow und deren Einwohner gelernt. Nicht nur dieser Tag hat uns sehr gut gefallen, sondern auch die anderen Tage. Wir hatten viel Spaß mit unseren Gastfamilien und ihren Freunden. Außerdem haben wir viele Erfahrungen gesammelt und werden diese Fahrt nach Russland nicht so schnell wieder vergessen.
Vanessa Schimmel, Daniel Anders, 9a


Mittwoch, 8.5.
Eigentlich war an diesem Tag ein längerer Unterrichtsbesuch geplant, aber wir hatten nur eine Unterrichtsstunde. Denn es gab für uns die Möglichkeit, die große Parade auf dem Theaterplatz anlässlich des Tages des Sieges anzuschauen. Das hat sich gelohnt, denn es war sehr interessant. Die verschiedenen Militäreinheiten marschierten an einer großen Festtribüne vorbei, und danach gestalteten Kinder und Jugendliche ein Kulturprogramm mit Liedern und Tänzen. Eine gute Stunde später liefen wir zurück zur Schule, um in der Schulkantine Mittag zu essen.
Am Nachmittag waren wir im Akkordeonmuseum, wo wir viel Neues über die Geschichte der Saratower Harmonika erfuhren. Später fuhren wir mit dem Trolleybus zur Wolga, aßen dort ein leckeres Eis und gingen ein wenig spazieren. Danach hatten wir noch eine Führung durch das Heimatmuseum und lernten Saratow in diesem riesengroßen Museum ein bisschen genauer kennen. Nach der Führung hatten wir Freizeit und verbrachten diese mit unseren Austauschschülern. Es war ein sehr schöner Tag.
Leonie Wille, Elias Kassur, 8a

Donnerstag, 9.5.
Der 9. Mai war ein Feiertag und ein ganz besonderer Tag, denn sowohl die Schüler als auch die Lehrer konnten zum ersten Mal erleben, wie in Russland der "Tag des Sieges" gefeiert wird. Dieser spielt nach wie vor eine bedeutende Rolle im Leben der Russen und wird mit viel Aufwand begangen. Schon etliche Tage zuvor ist die ganze Stadt mit entsprechenden Bannern, Plakaten und Fahnen geschmückt. Am 9. Mai selbst tragen ganz viele Saratower das Georgsbändchen zum Zeichen des Andenkens an die gefallenen Soldaten.
| In der ganzen Stadt finden verschiedene Feste und Feierlichkeiten statt. Das größte Volksfest wird auf dem Sokolovberg im Park des Sieges gefeiert. Den ganzen Tag über gibt es ein buntes Programm mit Musik, Gesang und Tänzen. Am Nachmittag treffen sich Tausende Saratower im Stadtzentrum, um einen Gedenkmarsch an die im Großen Vaterländischen Krieg Gefallenen durchzuführen. Dabei tragen die Familien ein Bild der Angehörigen, die im Krieg mitgekämpft haben. Der Festtag findet sein Ende mit einem abendlichen Feuerwerk. Auch wenn gefühlt mehrere tausend Menschen in der Stadt unterwegs sind, so verbringen doch die meisten Russen den Feiertag auf ihrer Datscha beim Angeln, Baden oder Grillen. So auch unsere Schüler mit ihren Gastfamilien. Katja Hultsch, Fachlehrerin Russisch |
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Freitag, 10.5.
Am Freitag stand als Erstes die offizielle Verabschiedung an. Im Rahmen dieses Ereignisses trafen sich alle deutschen Schüler zusammen mit den russischen Austauschschülern in der Schulbibliothek. Nach ein paar Worten der Deutsch-Lehrerin der russischen Schüler kamen deutsche Schüler und Austauschschüler in festgelegten Gruppen nach vorn. Dort lasen die deutschen Schüler einen Text auf Russisch vor, in dem sie beschrieben, was sie an dem ihnen zugewiesenen Tag des Schüleraustauschs gemacht hatten. Das taten auch die russischen Schüler, nur mit dem Unterschied, dass ihr Text auf Deutsch verfasst war. Darauf folgten noch ein paar abschließende Worte von ein paar Eltern, Lehrern und der stellvertretenden Direktorin des Gymnasiums, womit die Verabschiedung endete.
Danach fuhren alle am Schüleraustausch beteiligten Personen mit dem Bus nach Marks, einer kleinen Stadt in der Nähe von Saratow. Dort schauten sie sich ein kleines Museum an. In einem Raum fand gerade eine Probe für eine Aufführung statt. Dabei spielten einige ältere Damen deutsche Volkslieder. Daraufhin wurden den Schülern die wichtigsten historischen Denkmäler in Marks gezeigt, wie zum Beispiel eine Statue von Katharina der Großen. Nach dieser Führung an die wichtigsten Plätze und Denkmäler dieser Stadt suchten wir eine Gaststätte auf, in der wir ein typisch russisches Mittagessen bekamen. Danach kam die recht lange Rückreise zum Gymnasium No. 1 in Saratow, wo wir noch unser offizielles Abschlussfoto machten.
Erik Walter, 8b


Sonnabend, 11.5.
Der letzte Tag des Schüleraustausches in Saratow begann ganz ruhig. Nach dem Frühstück folgte ein etwas trauriger Abschied von den Gastfamilien. Danach flogen wir mit dem Flugzeug von Saratow nach Moskau. In Moskau waren ein paar Stunden Aufenthalt eingeplant. Diese Zeit nutzten wir, um mit der Metro und zu Fuß bis zum Roten Platz zu gelangen. Wir haben dabei viele alte Kathedralen und Kirchen gesehen, aber auch große Einkaufszentren und andere wichtige Gebäude. Auf dem Roten Platz hatten wir sogar etwas Freizeit. Danach fuhren wir zurück zum Flughafen und flogen wieder zurück Richtung Heimat. In Deutschland angekommen, warteten bereits unsere Eltern auf uns.
Insgesamt war es ein interessanter, aber auch anstrengender Tag. Einerseits traurig durch den Abschied, aber andererseits freudig durch das Wiedersehen mit den Familien.
Chantal Schröter, Jessica Küchler, 11b





